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DER PRAKTIKER Heft 12/2007

Welding Anti spatter Spray CE15L

Immer wieder liest man – auch in „der praktiker“ – von unerwünschten Nebenwirkungen beim Einsatz von Schweisstrennmitteln. Diese beziehen sich einerseits auf Folgeerscheinungen wie Beschichtungsfehler, etwa beim Verzinken, andererseits liest man von Arbeitsunfällen mit brennbaren Produkten. Zunehmend sind Betriebe daher auf der Suche nach Schweiss-Sprays, die gleichermassen Sicherheit für die Prozesse wie für den Anwender bieten.

Ursprünglich nur für Gasdüse

Ursprünglich wurden Schweisssprays entwickelt, um die Gasdüse beim Metall-Schutzgasschweissen vor fest anhaftenden Schweiss-Spritzern zu schützen. Die hierfür angebotenen Mittel mussten in den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts dem Verbot der für die Ozonschicht schädlichen Fluorkohlenwasserstoffe Rechnung tragen. Seit dieser Zeit gibt es für den Gasdüsenschutz ausser Pasten wässrige und ölige Produkte, die allerdings häufig wegen des geforderten feinen Sprühbilds mit brennbaren Treibmitteln und wegen der angestrebten kurzen Trocknungszeit mit brennbaren Lösemitteln arbeiten.

Dass die Trennwirkung gegen Schweissspritzer auch am Werkstück oder auf der Schweissvorrichtung hilfreich sein kann, führt in der Praxis zu einem breiten Anwendungsbereich von Schweisssprays. Die meisten Sprays sind allerdings für die damit gestiegenen Anforderungen nicht geschaffen. Während das wichtige Kriterium der Überschweissbarkeit direkt vor Ort in der Schweisserei beurteilt wird, gibt es folgenschwere versteckte Fehlerquellen. Durch das Überschweissen entsteht neben der Naht ein Einbrand des Trennmittels – die kritischste Zone für späteres Beschichten (Bild unten). Benetzungsfehler beim Beschichten, zum Beispiel dem Feuerverzinken sind in der Praxis häufig Anlass zu unangenehmen Diskussionen zur Schuldfrage zwischen Verzinkerei und Stahlbauer.

Eine weitere unangenehme Nebenwirkung vieler Schweisssprays ist deren Brennbarkeit. Die in Metalldosen befindlichen Trennmittel basieren oft auf glykolischen Lösemitteln und enthalten Flüssiggas (wie das Feuerzeuggas Butan) als Treibmittel. Steht eine derartige dünnwandige Dose beispielsweise am Schweissplatz auf Masse, braucht man sich nicht über deren Inbrandgeraten wundern, wenn der Schweisser sie mit der Elektrode berührt oder Spritzer die dünne Wandung zerstören.

Universaltrennmittel möglich?

Die heutigen technischen und sicherheitsmässigen Anforderungen an Schweisstrennmittel sind vielfältig:

  • wirksam auf Gasdüse, Schweissvorrichtung und Werkstück,
  • überschweissbar, ohne Poren im Schweissgut zu verursachen,
  • kein brennbares Lösemittel,
  • unbrennbares Treibmittel,
  • keine Probleme mit nachfolgenden Beschichtungen wie Lackieren, Pulverbeschichten oder Verzinken.

Neben brennbaren Schweissschutzsprays kamen solche auf den Markt, die in ihrer Bezeichnung das Wort „Bio“ führten. Positiv wurde zu ihnen hervorgehoben, dass sie biologisch abbaubar waren, aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt und kein brennbares Treibmittel verwendeten. Häufig zu sehen war auch der Hinweis „silikonfrei“, mit dem zum Ausdruck gebracht werden sollte, dass es bei nachfolgendem Beschichten keine diesbezüglichen Probleme gab. Dem Bestreben nach mehr Arbeitssicherheit kamen diese Produkte nach, aber wie sah es mit ihrer Wirksamkeit und ihren Nebenwirkungen aus?

Die Stahlbauer waren zum Teil mit der Wirksamkeit der Produkte gegen das Anhaften von Schweissspritzern nicht zufrieden, bemängelten häufig die schlechte Dosierbarkeit und die längere erforderliche Trocknungsdauer. Auch gab es vor allem im Hinblick auf die Verzinkungssicherheit mit manchen Sprays Probleme (Bild oben). Abhilfe gegen die unangenehmen Nebeneffekte schafft das Schweissspray „Protec CE15L“, mit einem für Gasdüse, Werkstück und Vorrichtung optimierten Trennmittel. Es handelt sich dabei um eine Emulsion auf pflanzlicher Basis hergestellter Triglyceride in Wasser. Sie wurde bereits 1994 entwickelt und gelangte zunächst in Österreich auf den Markt. Es erreichte schnell die Freigaben durch namhafte Stahlverarbeiter und wurde nach dem Export seit 1997 von den meisten Fahrzeugherstellern überall in der Welt freigegeben. Sein Anwendungsgebiet erfasst darüber hinaus den gesamten Stahlbau bis hin zu Kranbau und Schiffswerften. Dort wird es als Spritzerschutz vom Metall-Schutzgas Schutzgasverfahren über das Widerstands- und das Laserstrahlschweissen bis zum Schneiden mit dem Laserstrahl erfolgreich eingesetzt.

Die eingangs genannten Forderungen werden sämtlich erfüllt, ausserdem wirkt das dünn aufgesprühte Produkt als temporärer Korrosionsschutz. Selbst übermässige Anwendung führt nicht zu Poren in der Schweissnaht, wie das bei anderen Produkten teilweise der Fall ist (Bild unten links). Und sogar nasse Stellen lassen sich porenfrei überschweissen, wie Untersuchungen der Schweisstechnischen Zentralanstalt Wien nachgewiesen haben.
weld effectIn einer schweisstechnischen Bildungseinrichtung des DVS wurde dies unlängst in Schweissversuchen bestätigt. Die Schweisser dort konnten Schweissspritzer von den Werkstücken mit ihrem Handschuh problemlos abwischen und waren zudem angetan von dem angenehmen Geruch nach Zitrone, wenn durch grosszügigen Einsatz des Schweisssprays entstandene „Pfützen“ unter dem Einfluss der vorlaufenden Schweisswärme verdampften. Für den Einsatz des gesundheitlich unbedenklichen Schweisstrennmittels gibt es im zugehörigen Sicherheitsdatenblatt keinen Hinweis, dass die Aufbewahrung am Schweissplatz unzulässig ist.

Das Produkt „CE15L“ gibt es in Kanistern zum Selbstbefüllen von Pumpzerstäubern und nachfüllbaren mit Druckluft arbeitenden Sprayflaschen sowie für maschinelle Dosiereinrichtungen. Angeboten werden auch 400-ml-Spraydosen mit „Bag-on- Valve“-Technologie. Dabei befindet sich das Trennmittel innerhalb eines Kunststoffbeutels in der Spraydose. Die als Treibmittel verwendete Druckluft kommt dadurch nicht mit dem Produkt in Berührung, was dessen Haltbarkeit verbessert. (Nach Presseinf. Protec, Salzburg/Österreich)

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